25 | 02 | 2017
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Bauarten- und Typen der Autobatterien
autobatterie verbaut

Alle hier aufgeführten Autobatterien gehören den Bleiakkumulatoren an.
Da Autobatterien zum Starten eines KFZ dienen nennt man sie auch Starterbatterien, für kurzzeitig hohe Startströme in z.B. Kraftfahrzeugen ausgelegt.

Alt bewährte Bleiakkus haben sich in modere Anwendungen als nicht alltagstauglich erwiesen.
So werden in Elektroautos, Hybridfahrzeugen, E-Bikes und modernen E-Rollern meist Akkus auf Lithiumbasis verwendet.

Die Industrie arbeitet derzeit mit Hochdruck daran das Batteriemanagement zu verbessern. So sollen die Batterieleistung und  
Kapazität der Zellen früher erkannt und umgesetzt werden um die Wirkleistung des Akkus zu verbesser
n und damit längere Fahrzeiten zu ermöglichen.

Die Unterschiede der Bauweisen von Akkumalatoren für das Automotiv werden hier ohne einen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit im folgenden erklärt:

Versorungsbatterien
Des weiteren gibt es auch Traktionsbatterien die auch Versorgungsbatterien und Zyklenbatterien genannt werden. In Bauarten von Gel und Blei erhältlich.Sie sind schwerer als Starterbatterien, da sie dickere Platten besitzen und können im Gegenteil zu Starterbatterien höher tiefenentladen werden, bis zu 82 Prozent, ohne bleibende Defekte davonzutragen. Ihre Einsatzgebiete liegen im Bereich der elektrischen Fortbewegungsmittel wie Gabelstapler, Golf Caddies, Flurförderfahrzeuge und E-Rollstühle. Auch weitere Anwendungsgebiete für Marine, Boote, Caravan, Camping, Car Hifi, Wohnwagen und Wohnmobile.



Blei-Antimon-Legierung (Sb/Sb)
Sie erfordert häufiges Auffüllen mit destillierten Wasser und ist wartungsintensiv. Deshalb wird sie nur an gut zugänglichen Orten eingebaut.


Low Antimon (Antimon+/Antimon-)
Vorteil ist ihre hohe Zyklenfestigkeit. Nachteil: die Low Antimon ist wartungsintensiv. Hier ist häufiges Nachfüllen von destillierten Wasser nötig. Des weiteren funktioniert sie bei kalten Temperaturen nicht zuverlässig. Dieser Batterietyp wird kaum noch als Starterbatterie verbaut.


Hybridbattrie (Antimon+/CA-)

Dieser Typ besitzt eine höhere Zyklenfestigkeit als die Low Animation. Dieser Typ ist allerdings nicht wartungsfrei, d.h. es muss ab und an destilliertes Wasser nachgefüllt werden.  Man erkennt sie auch an dem Stöpsel zum Nachfüllen von Wasser.


Calcium-Silber-Legierung (Ca+/Ag-)
Silber Calcium Batterien erfordern in der Regel mehr Ladespannung von 14,4 bis 14,8 V. Der Zusatz von Silber als Legierungszusatz bei den Gittern soll Korrosion vorbeugen.


Calcium Autobatterie(CA+/Ca-)
Der am häufigsten verbaute Batterietyp in Neufahrzeugen ist die Kalzium-Variante.
In über 90 % der Neufahrzeuge wird dieser Typ im Motorraum, im Kofferraum, unter der Rücksitzbank oder an Orten die schwer zugänglich sind eingebaut. Bei den  Einbauten außerhalb des Motorraumes sind am häufigsten Wärme bzw. Hitzeprobleme der Grund. Ansonsten kann dieser Batterietyp von den handelsüblichen Batterien viel Wärme aushalten. 
Je nach Hersteller und /oder evtl. rüttelfest.
Die Vorteile sind der geringe Verbrauch von Wasser (H²O), eine niedrige Selbstentladungsrate und eine erhöhte Unfallsicherheit, die Nachteile sind eine geringe Zyklenfestigkeit (Häufigkeit des Ladens und Entladens eines Akkumulators bis die geforderte Leistung (Kapazität) nicht mehr erfüllt wird).

EFB-Batterie
Geignet für Start-Stopp-Systeme ohne Rekuperationstechnik (Bremskraftrückgewinnung).
EFB-Batterie-Technologie (Enhanced Flooded Battery) Sie baut auf einer Nass-Batterie auf.
Sie macht ein Spagat zwischen der Calcium- und der VRLA-Batterie.

Im Inneren ist Polyester-Scrim (Scrim englisch = Gewebe, Stoff, Vlies) eingesetzt worden. Diese Vernetzung ist auf der positiven Elektrode (Anode) aufgebracht.
Dieser Typ ist für Klein-und Mittelklassewagen ausgelegt.

Je nach Hersteller sind sie auslaufsicher, Kippsicherheit meist 50 - 55 Grad (Neigungswinkel beachten!), besitzen dickere Bleiplatten um die Kapazität zu verbessern und bringen eine gute Kurzstreckenfestigkeit mit sich.
Vorteil gegenüber einer AGM-Batterie ist die Wärmeunempfindlichkeit und der günstigere Preis.



VRLA-Batterien
VRLA bedeutet: valve-regulated lead–acid battery oder auch ventilregulierte Vliesbatterie.
Bleiakkumulator in einer verschlossenen Bauform mit Überdruckventil.
Sie werden auch als "MF"-Batterie bezeichnet (MF = Maintenance free), was soviel wie wartungsfrei bedeutet - es muss kein Wasser nachgeschüttet werden.
Dieser Typ ist für Mittel- und Oberklassewagen ausgelegt.
Merkmale sind das verdickte Elektrolyt, so das die Batterie sozusagen fast lageunabhängig ist und ihre Gasdichtigkeit.
Achtung: Das Aufladen erfordert eine andere Prozedur als das Laden herkömmlicher Bleiakkus!

Für Autos mit Start-Stopp-Funktion sind konventionelle Nass-Autobatterien nicht ausgelegt.
Normale Starterbatterien sind nicht für die Bremskraftrückgewinnung ausgelegt - sie versagen den Dienst.
AGM- oder EFB- Batterien verkraften viele Ladezyklen besser als herkömmliche Nasszellen Starterbatterien.
Der EFB-Typ ist günstiger als der AGM-Typ.
Die Lebensdauer beider Batterietypen beträgt ca. 5 Jahre.
Lesen Sie in Ihrer Betriebsanleitung nach, denn manche Autohersteller schreiben eine AGM-Stromquelle vor!

Die Batterietypen AGM und EFB besitzen meistens eine Plastikabdeckung am Minuspol.
An ihr ist ein Warnetikett angebracht auf dem steht dass keine Starthilfe und kein Laden am
Minuspol direkt an der Zelle vorgenommen werden darf.



Gel Batterien

Hier ist das Elektrolyt (Schwefelsäure) unter Zusatz von Kieselsäure zu einem Gel eingedickt.
in der Gel-Batterie werden die entstehenden Gase bei der Aufladung in Flüssigkeit umgewandelt. Aufgrund dieses Rekombinationsprozesses der Gelbatterie wird der Austritt der Gase aus dem Akkumulator verhindert, deshalb ist dieser Typ sehr gasungsarm.
Die Herstellung ist aufgrund der Bauweise aufwendiger und teurer als der der AGM-Batterien. Für typische Anwendungen und Einsatzgebiete einer Gel-Batterie sollte deshalb keine AGM- oder EFB-Batterie eingesetzt werden da die Lebensdauer drastisch verkürzt wird und es zu nicht absehbaren Ausfällen führen kann. Der Gel-Typ wird für zyklische Anwendungen und Dauerbetrieb eingesetzt. Sie kann bedingt als Starterbatterie eingesetzt werden, da sie schlechtere Eigenschaften bei tiefen Temperaturen als die AGM-Batterie besitzt, aber ihre Vorteile liegen in der Anwendung als Versorgungsbatterie (z.B. in Wohnmobilen), weil sie sehr gasungsarm ist und auch eine Tiefenentladung führt nicht zum Kollaps wie bei einer Nasszelle. Weitere Vorteile sind ein höhere Lebensdauer als herkömmliche Batterien, sehr niedrige Selbstentladung, Lageunabhängig, hermetisch dicht, auslaufsicher und sehr gasungsarm. Als einziger Typ der aufgelisteten Batterien weisen Gel-Akkus keine Säureschichtung auf! Der Wehmutstropfen ist ihr Preis.


AGM-Batterie
Geeignet für Start-Stopp-Systeme mit Rekuperations-Technik (Bremskraftrückgewinnung).
AGM-Batterie-Technologie (Absorbent Glass Mat), auch VRLA-AGM. Vlies aus Mikroglasfasern bei dem u.a. mit Hilfe von Kieselsäure die Schwefelsäure gebunden wird. Anders als herkömmliche Autobatterien befindet sich keine Flüssigkeit in diesem Typ. Dies kann bei einem Unfall die Sicherheit erhöhen. Durch ihre Wärmeempfindlichkeit wird die AGM selten im Motorraum verbaut. Hitzeprobleme treten ab ca. 53°C, je nach Hersteller und Bauart auf. Die Ladespannung liegt über der der Nassbatterie mit
14,2 -14,4 Volt. Liegt eine zu hohe Ladespannung an und der Druck steigt aufgrund des Gasens öffen sich die Sicherheitsventile. Manche Hersteller empfehlen deshalb einen Schlauch zur Entgasung ins Freie.

Dieser Akku besitzt gute Kaltstarteigenschaften, eine Unempfindlichkeit gegenüber Tiefentladungen und ist sehr Rüttelfest. So kann er bei gleicher Kapazität (Ampere, A) etwa den doppelten Kaltstartstrom liefern als eine Standard-Autobatterie. Des weiteren verfügt er über eine geringe Selbstentladung aufgrund seines kleinen Innenwiderstan
des und eine reduzierte Schlammbildung.
Kipp- und Auslaufsicherheit zu 100 Prozent und somit Lageunabhängigkeit versprechen die meisten Hersteller. Säureschichtung ist auch ein Problem diesen Typs.
Die AGM-Batterie ist eine sehr gute Starterbatterie, auch bei kalten Temperaturen, aber nur bedingt als Traktionsbatterie geeignet.
Obwohl der Name "AGM" häufig für diesen Typ aufgedruckt und benannt wird, findet er weltweit nicht bei allen Herstellern diese Namensgebung. Deshalb beim Kauf in Online Shops das Kleingedruckte lesen oder besser zu dem Händler ihres Vertrauens gehen.

LKW Batterie

Ein Lastkraftwagen besitzt eine Bordspannung von 24 Volt. Hier sind 2 Stück 12 Volt-Batterien in Reihe geschaltet oder in einer Bauform integriert.

Weitere Themen zur Autobatterie:

Geschichte des Akkumulators

Starthilfe

Alternative Starthilfen


Laden der Autobatterie


Wechsel der Autobatterie

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Wartung und Tipps

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