20 | 05 | 2019
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Dienstwagenpolitik - PS statt Gehalt

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Gehaltserhöhung in PS? Bislang nutzen deutsche Unternehmen noch nicht umfassend die Potenziale, welche der Einsatz von Dienstwagen als Incentives bietet. Dabei können User-Chooser-Modelle erheblich zur Motivation der Arbeitnehmer beitragen. Vor allem Unternehmen mit über 100 Angestellten beziehen daher ihre Mitarbeiter in die Auswahl des Dienstwagens mit ein. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "CVO-Barometer 2011 - Trends im Fuhrparkmanagement", für die das Meinungsforschungsinstitut csa im Auftrag des Corporate Vehicle Observatory (CVO) mehr als 3.300 Flottenentscheider in elf EU-Ländern befragte. Die Studie kann unter www.arval.de angefordert werden.

Offenbar ist es in deutschen Gro?Ÿunternehmen zum festen Bestandteil der Personalpolitik geworden, die Arbeitnehmer an der Auswahl des passenden Dienstfahrzeugs zu beteiligen. Denn gerade in Zeiten des Fachkräftemangels dient der Firmenwagen oft als Motivationsinstrument zur Mitarbeitergewinnung und -bindung. So geben 74% der befragten Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern an, ihren Dienstwagennutzern bei diesem Thema ein Mitspracherecht einzuräumen: Laut Aussage der Flottenentscheider wählen 40% ihren Firmenwagen innerhalb eines bestimmten Budgets frei aus, weitere 34% treffen ihre Wahl anhand einer vorgegebenen Liste. Damit gewähren fast drei Viertel der befragten Fuhrparkmanager in den gro?Ÿen Unternehmen ihren Mitarbeitern Entscheidungsoptionen für mehr PS, Komfort und Sicherheit.

In Unternehmen mit 100 bis 999 Mitarbeitern dürfen immer noch 63% der Firmenwagenfahrer bei der Fahrzeugauswahl mitreden - 43% wählen frei innerhalb eines bestimmten Budgets, die übrigen 20% aus einer vorgegebenen Liste. In den kleineren Unternehmen mit 10 bis 99 Mitarbeitern sind die Auswahlmöglichkeiten jedoch deutlich eingeschränkt: Drei Viertel der befragten Unternehmen (75%) räumen ihren Angestellten überhaupt kein Mitspracherecht bei der Fahrzeugwahl ein. Lediglich 25% der Dienstwagennutzer dürfen bei der Firmenwagenbestellung mitentscheiden. Dieser Unterschied lässt sich damit erklären, dass die Fuhrparkverwaltung in kleinen Unternehmen meist der Geschäftsleitung obliegt. Zudem wird der Firmenwagen in dieser Befragungsgruppe in der Regel als praktisches Alltagswerkzeug und nicht als Incentive eingesetzt. Somit zeigt die Studie deutlich: Die Wahlfreiheit der Firmenwagenfahrer in der Praxis hat sich bisher vor allem in gro?Ÿen Unternehmen etabliert.

"Gerade in gro?Ÿen Unternehmen dient der Firmenwagen mehr denn je als Motivationsinstrument. Die Auswahl der Leasingfahrzeuge wird meist im Rahmen der Dienstwagenrichtlinie des Unternehmens geregelt", erläutert Reinhard Happel, Ressortleiter Vertrieb bei Arval Deutschland. "Dabei kommt der Personalabteilung eine immer wichtigere Rolle zu. Denn letztlich muss sie die Balance zwischen Mitarbeitermotivation und der Wahrung von Firmeninteressen herstellen."

Deutsche Firmenwagen sind häufig im Au?Ÿendiensteinsatz und auf Servicefahrten unterwegs

Das Mitspracherecht des Dienstwagennutzers hängt aber auch vom Verwendungszweck ab. Laut CVO-Barometer setzen deutsche Unternehmen ihre Dienstfahrzeuge überwiegend klassisch ein: ?œber alle Unternehmensgrö?Ÿen hinweg werden Firmenflotten vor allem für Au?Ÿendiensteinsätze und Servicefahrten genutzt. Jeweils rund ein Drittel der Befragten gibt an, seine Flotte hierfür einzusetzen. Gleichzeitig verwendet fast jedes fünfte deutsche Unternehmen das Dienstfahrzeug als Anreizmodell unabhängig vom Verwendungszweck: So geben 19% der gro?Ÿen Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern an, den Dienstwagen als Incentive (2%) oder im Rahmen eines Gehaltsumwandlungsmodells (17%) anzubieten.

Happel legt Wert auf diese grundsätzliche Unterscheidung zwischen dem Dienstfahrzeug als Anreizmodell oder als Arbeitsmittel etwa im Transport- und Servicebereich: "Der Flottenmarkt unterscheidet zwischen einem technischem und einem motivationsorientierten Fuhrpark. Gerade bei Managementfahrzeugen oder Mitarbeitermodellen kann sich ein Unternehmen deutlich vom Wettbewerb abheben. Denn diese Zielgruppen bevorzugen höherwertige Fahrzeuge und Ausstattungen und verfügen dann auch über die skizzierten Wahlfreiheiten. Das schafft in jedem Fall eine Win-Win-Situation für Fahrer und Unternehmen: Der Fahrer ist motiviert, gegebenenfalls sein Fahrzeug nach Ablauf der Leasingfrist privat zu übernehmen; dem Unternehmen bleiben die Rückabwicklung und der Wiederverkauf erspart."


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