17 | 09 | 2019
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Van-Wonne: C3 Picasso im Praxistest

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Rundungen, Ecken und Kanten. Der Minivan C3 Picasso von Citroen wirkt gro?Ÿ und irgendwie schnuckelig. Im Praxistest musste er über die Autobahn schnurren, sich auf engen kurvenreichen Landstra?Ÿen zeigen und flink in der Stadt bewegen, und das möglichst alles sparsam.
"Picasso" ist bei Citroen in verschiedensten Versionen im Programm, immer aber anders als ein Kombi oder eine Limousine. Man sitzt leicht erhöht und hat einen guten ?œberblick. Der Testwagen in der Ausführung "Exclusive" machte auch von innen einen wohnlich-adretten Eindruck und wirkte sauber verarbeitet. Die Instrumente liegen gut im Blickfeld. Die Bedienelemente sind leicht zu erreichen - bis auf den Tempomat-Schalter. Der liegt verdeckt unterm Lenkradkranz: umständlich und gewöhnungsbedürftig. Dafür entschädigen andererseits die zurückhaltende Akustik, die komfortablen Sitze und die guten Platzverhältnisse, auch für die Fondpassagiere. Auf relativ kleiner Fläche, Länge mal Breite knapp 4,08 mal 1,77 Meter, gibt"s viele Raum plus Kofferraum. Der reicht je nach Sitzstellung und Unterfachnutzung nach Herstellerangaben von 385 bis 1506 Liter. Die - geteilten - Rücksitze können verschoben oder einfach umgeklappt werden, so dass eine ebene Ladefläche entsteht. Für Gepäck ist reichlich Platz. Zu Testzwecken bugsierten wir - mit ausgebautem Vorderrad - ein gro?Ÿes 28er Trekkingrad ins Ladeabteil. Es passte so gerade und ist immer besser, als der Radtransport auf dem Dach.
In der Basisversion sind zur Sicherheit unter anderem ESP mit Antischlupfregelung, ABS mit Bremsassistent sowie zwei Front- und vordere Seitenairbags - im Testauto auch Kopfairbags - an Bord. Es gibt unter anderem elektrische Fensterheber vorn, Bordcomputer, zweifach verstellbares Lenkrad, Becherhalter und geteilte Rücksitzbank. Ganz ordentlich. Das Testauto hatte beispielsweise auch Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Tempomat, CD-Radio und vieles mehr.

Angenehm unterwegs
Der C3 Picasso war ein angenehmer Fahrtbegleiter. Der Fronttriebler lie?Ÿ sich problemlos durch enge Landstra?Ÿenkurven treiben, auch wenn er bei flotterem Antritt eine ganz leichte, aber gut beherrschbare Tendenz zum Schieben zeigte. Au?Ÿerdem helfen, sofern erforderlich, die Assistenzsysteme weiter. Da das Fahrwerk trotz allen Komforts relativ fest abgestimmt ist, hält sich die Seitenneigung in engen Grenzen. Der Picasso liegt auch bei höherem Tempo ruhig auf der Bahn: ein guter Begleiter aus Laufruhe und sicherer Stra?Ÿenlage.
Im Testwagen arbeitete die moderne Dieselmaschine mit 1,6 Liter Hubraum und 92 PS (68 kW). Das ist nicht weltbewegend, aber der Van kommt gut in Tritt. Immerhin steht ab 1.750 Umdrehungen ein Drehmoment von 230 Newtonmetern zur Verfügung. Bereits oberhalb von 1.400 Touren entwickelt der C3 einen spürbaren Vorwärtsdrang. Die Spitze ist mit 174 km/h angegeben. Von daher war es erstaunlich, wie flott das Auto bis auf über 170 km/h ging. Die gestoppten Werte für Zwischenspurts - alles im Mess-Schnitt - gehen in dieser Klasse ebenfalls in Ordnung: knapp sieben Sekunden von 60 auf 100 km/h im dritten und 13,9 Sekunden von 80 auf 120 km/h im fünften Gang. Den 0-auf-100-Sprint absolvierten wir in 12,6 Sekunden (Werksangabe 14,6).
Verbrauch ist ein wichtiges Thema. Den Citroen fuhren wir ab 5,7 Litern, und er erwies sich mit 6,4 Litern pro 100 Kilometer sogar im gemischtem Stadt- und Landstra?Ÿenverkehr als sehr akzeptabel. Im Gesamtschnitt mit schnellen Autobahnfahrten waren"s 5,9 Liter (angegebener Kombiwert 4,6). Das kann sich doch sehen lassen! Der CO2-Wert ist mit 119 Gramm pro Kilometer angegeben.
Fazit: Der C3 Picasso ist ein Familienvan. Er bietet viel Platz und zeigte sich in der gefahrenen Version HDi 90 als spritzig und sparsam.

Fotonachweis: presseweller.de

Hinweis für Redaktionen: Weitere Fotos auf Anfrage und gg. Honorar. Bei Abdruck Belegseite erbeten.


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